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Warum sich ein hybrides WAN für die hybride Cloud anbietet

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Jörg Jakobi, Head of Network Architecture Group bei Dimension Data Deutschland

Die Entwicklung des Rechenzentrums der nächsten Generation hat für Unternehmen enormes Potenzial. Mögliche Vorteile sind unter anderem eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, niedrigere Kosten, kürzere Entwicklungszyklen, verbesserter mobiler Zugriff und Unterstützung bei der Analyse von Big Data; ohne ein gut organisiertes, kosteneffektives Netzwerk ist jedoch nichts davon möglich.

Im Rechenzentrum kommt immer leistungsfähigere Technik zum Einsatz. Das Netzwerk wiederum ist die Plattform, auf der das Rechenzentrum läuft. Diese Plattform ist es, die den Erfolg des Rechenzentrums erst möglich macht. Mit einem aggregierten jährlichen Wachstum des Datenstroms von 25 bis 30 Prozent und der Einbindung des Internet der Dinge in die Rechenzentren vieler Unternehmen kommen weltweit neue, komplexe Herausforderungen auf die Netzwerkinfrastruktur zu. Eine der wichtigsten Fragen ist, wie man mit künftigen Entwicklungen Schritt halten kann. Angesichts eines Internet der Dinge liegt es auf der Hand, dass immer mehr Geräte im Netzwerk vorhanden sein werden. Deren Daten müssen transportiert, gespeichert und analysiert werden. Dies geschieht in der Regel im Rechenzentrum. Das Netzwerk muss damit all diesen Anforderungen gerecht werden.

Die neuen Anforderungen an die Unternehmens-IT führen unter anderem zum Aufkommen von Konstruktionen wie hybriden WANs. Das sind hybride Weitverkehrsnetze, bei denen der Kunde einen Teil seines Traffics über das Internet leitet. Dabei handelt es sich um einen der großen und wichtigen Trends der nahen Zukunft. Ein Next Generation Datacenter und eine hybride Cloud sind ohne ein hybrides WAN nicht realisierbar.

Nur durch die Kombination von hybriden WANs mit der hybriden Cloud erhält das Unternehmen eine Gesamtnetzwerklösung, die effizient und kostengünstig ist. Dennoch warten weitere Herausforderungen, die beispielsweise auf dem Gebiet der fachlichen Qualifikation liegen. Die Intelligenz des Netzwerks verlagert sich immer stärker von der Hardware hin zur Software. Dies verlangt von den Mitarbeitern entsprechende Qualifikationen auf beiden Gebieten, um ein Netzwerk verwalten zu können.

Regionale Unterschiede

Weiterhin stellt sich die Frage der Performance, wenn ein Unternehmen in mehreren Regionen tätig ist. Sowohl bei den Telekommunikationskosten als auch bei der Servicequalität bestehen erhebliche Unterschiede. Systeme, die für den Betrieb in Industriestaaten konzipiert wurden, erfüllen in Schwellenländern nicht unbedingt die an sie gestellten Erwartungen.

Derzeit expandieren viele unserer Kunden weltweit – auch in Schwellenländern – in erheblichem Umfang. Angesichts der Art, wie die Infrastruktur konzipiert und realisiert ist, kann man nicht voraussetzen, dass diese in Asien, Südamerika, dem Nahen Osten und Afrika genauso funktioniert wie in westeuropäischen Ländern und in den USA. Telekommunikationsleistungen sind ein wesentlicher Faktor im Hinblick auf regionale Unterschiede. Hierbei geht es meist nicht allein um die Qualität der Telekommunikation, sondern auch um deren Kosten. Eine Anwendungslösung kann in einer Region durchaus funktionieren, nicht jedoch in den Schwellenländern, wo sie aufgrund der Kosten nicht in Frage kommt. Hier werden die hybriden WANs als kostengünstige Alternative bereits zunehmend genutzt.

 

Meta:

Die Entwicklung des Rechenzentrums beinhaltet ein enormes Potenzial für Unternehmen. Die Vorteile entstehen durch ein gut organisiertes Netzwerk.

Jörg Jakobi

    Jörg Jakobi, Head of Network Architecture Group bei Dimension Data Germany