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Intelligente Technologien: Wie die Digitalisierung Nashörner in Südafrika schützt

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Nashörner zählen zu den am meisten bedrohten Tierarten auf der Erde. Allein in Südafrika wurden 2014 insgesamt 1.215 Rhinozerosse von Wilderern erlegt, um das Horn auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Bleibt diese Zahl der Tötungen konstant, werden Nashörner bis zum Jahr 2025 in Südafrika gänzlich aussterben. Aus diesem Grund setzt sich Dimension Data zusammen mit Cisco seit 2015 für den Schutz der Nashörner in Südafrika ein. Gemeinsam haben die Technologieunternehmen die Initiative „Connected Conservation“ ins Leben gerufen, um die Nashörner in Südafrika vor Wilderern zu schützen.

Tracking von Menschen, nicht von Tieren

Das Herzstück der Initiative sind digitale Technologien, die in einem privaten Wildtierreservat in der Nähe des weltbekannten Kruger-Nationalparks zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Anders als üblich überwacht die Tracking-Technologie jedoch nicht die Nashörner, sondern die Menschen, die das Wildtierreservat betreten und verlassen – ob über Land, über Wasser oder aus der Luft. So wird den Tieren der Stress, den sie durch das risikoreiche Implementieren von Chips oder Sensoren erfahren, erspart.

Unbefugte werden schneller gemeldet

Am Anfang sammelte die Initiative „Connected Conservation“ alle bereits verfügbaren Informationen aus den Überwachungszentralen sowie von Parkrangern, Sicherheitskräften, und Landbesitzern im 620 Quadratkilometer großen privaten Wildtierreservat. Gleichzeitig wurden ein sicheres Reserve Area Netzwerk (RAN) und WLAN-Hotspots installiert, um Informationen innerhalb des Reservates sicher austauschen zu können. Als Nächstes installierten Dimension Data und Cisco innovative Sicherheitstechnologien: seismische Sensoren im Boden sowie Sensoren zur Fahrzeugverfolgung, Überwachungsanlagen, Drohnen mit Infrarot- und Wärmebildkameras. Heute werden unbefugte Personen – und damit auch Wilderer – von den Sensoren und Kameras automatisch identifiziert und den Parkrangern des Wildtierreservats schneller gemeldet.

Flächendeckende Vernetzung der Ranger

Alle digitalen Elemente speisen ihre aufgezeichneten Daten in Echtzeit in ein intelligentes Netzwerk ein. Diese Daten werden sofort ausgewertet und in einer Hybrid Cloud gespeichert. Bemerken die Sensoren und Kameras Unregelmäßigkeiten, zum Beispiel, wenn sich Wilderer Zutritt zum Gelände verschaffen wollen, werden die Parkranger umgehend informiert. Alle Ranger sind dabei mit unterschiedlichen smarten Geräten ausgestattet, um sich im gesamten Wildtierreservat schnell austauschen zu können. So werden Wilderer daran gehindert, das Gelände illegal zu betreten – und die Nashörner sind sicher.

Große Erfolge: Wilderei stark eingedämmt

Bereits nach gut zwei Jahren kann die „Connected Conservation“-Initiative mit ihrem Pilotprojekt bemerkenswerte Erfolge verzeichnen: Die Reaktionszeit der Parkranger auf gemeldete Wilderei-Vorfälle konnte dank der intensivierten Vernetzung von einer halben Stunde auf sieben Minuten reduziert werden – unabhängig davon, wo im 620 Quadratkilometer großen Reservat sich der Vorfall ereignet hat. Insgesamt hat sich so die Zahl der Wilderei-Vorfälle um 96 Prozent verringert. Daraus ergibt sich der größte Erfolg für die Initiative und die Tierschützer: Während 2015 noch 14 Nashörner getötet wurden, starb 2017 im digital überwachten Wildtierreservat kein einziges durch Wilderei.

Mehr bedrohte Tiere durch intelligente Technologien schützen

Der erfolgreiche Einsatz der Initiative „Connected Conservation“ im südafrikanischen Wildtierreservat hat Dimension Data und Cisco dazu motiviert, die Schutztechnologien auch in anderen Reservaten anzuwenden. Derzeit plant die Initiative, ihre innovativen Überwachungsanlagen auch in Wildtierreservaten in Mosambik, Sambia und Kenia einzusetzen. Dort sollen nicht nur weitere Nashörner, sondern zusätzlich auch Elefanten proaktiv geschützt werden. Langfristig möchte „Connected Conservation“ bedrohte Tierarten auf allen Kontinenten schützen, um die Wilderei weltweit mithilfe von intelligenten Technologien zu beenden.

 

Ein ähnliches Set-up ist nicht nur zum Schutz der Tierwelt, sondern auch zum Schutz der öffentlichen Sicherheit denkbar. Egal ob Tier oder Mensch, so ein Aufbau hilft Gefahrensituationen zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten. Die Technologien von Dimension Data können beispielsweise im öffentlichen Raum oder auf Firmengeländen genutzt werden, um, nicht gewollte Vorkommnisse schneller zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen. Auch zur Beobachtung von Bewegungsströmen an Knotenpunkten im Nah- und Fernverkehr ist eine Anwendung sinnvoll und hier hilfreich in Krisensituationen und deren Management.