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Software Defined Networking: Das zentral gesteuerte Netzwerk der Zukunft

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Jörg Jakobi, Head of Network Architecture Group bei Dimension Data Deutschland

Schnelligkeit und Flexibilität sind gerade in Zeiten der Digitalisierung für Unternehmen zwei zentrale Anforderungen an die eigene IT-Infrastruktur. Beispielsweise bei der Bereitstellung neuer Anwendung und Dienste. Bisher mussten in der Realität Anwender oder Entwickler jedoch meist lange warten, bis die von ihnen benötigte Entwicklungsumgebung zur Verfügung gestellt werden kann. Eine Lösung hierfür bietet das Konzept des Software Defined Data Center (SDDC).

Wurden in der Vergangenheit bereits Server und Storage Ressourcen im Software Defined Data Center  automatisiert bereitgestellt, so war vielfach das Netzwerk nicht in der Lage, Ressourcen schnell bereit zu stellen, obwohl Netzwerkadministratoren über Skripte Konfigurationsänderungen im Netzwerk umgesetzt haben. Doch auch hier hat sich in den letzten 12 – 24 Monaten ein entscheidender Wandel durch das Konzept des Software Defined Networking – kurz SDN – ergeben.

Zentrale Steuerung statt vielfältiger Verwaltung

Beim Software Defined Networking werden die Hardware und die Software innerhalb eines Netzwerks klar voneinander getrennt. So ist nicht länger jedes einzelne Hardware-Element an der Steuerung des Netzwerks beteiligt. Stattdessen übernimmt ein intelligenter Network Controller die Verwaltung. Das Netzwerk wird also in die Control Plane – die Steuerungsebene mit dem Network Controller – und die Data Plane unterteilt. Zur Data Plane gehören die einzelnen Hardware-Netzwerkelemente wie Router und Switches, die lediglich die Anweisungen der Control Plane ausführen. Der Network Controller in der Control Plane stellt beim Konzept des Software Defined Networking das Gehirn des Netzwerks dar. Er ist das einzige intelligente Element in diesem System und übernimmt zentral die gesamte Traffic-Steuerung. Da der Controller die Struktur des gesamten Netzwerks kennt, kann er den Hardware-Elementen die kürzeste Route zur Übermittlung von Daten vorschlagen und die vorhandenen Übertragungsstrecken somit effizient ausnutzen.

Neue Anwendungen sind schneller verfügbar

Ein Produkt, das als umfassende Software Defined Networking Lösung für Unternehmen angeboten wird, ist die Cisco ACI (Application Centric Infrastructure). Mit dieser Lösung des Technologie-Anbieters Cisco können Unternehmen ihr IT-Netzwerk automatisieren und flexibler gestalten. So ist es beispielsweise möglich, Anwendungen innerhalb des Netzwerks nahtlos zu verschieben, ohne die Verfügbarkeit zu beeinträchtigen. Gleichzeitig können neue Anwendungen schneller implementiert und ohne großen Aufwand für die Nutzer bereitgestellt werden – immerhin verkürzt sich die Netzwerkbereitstellungszeit durch die Cisco ACI um mehr als die Hälfte. Anwendungen und Netzdienste stehen also bereits nach wenigen Stunden und nicht wie bisher erst nach einigen Tagen zur Verfügung.

Netzwerkstrukturen werden optimal ausgelastet

Die Entscheidung für eine Software Defined Networking Lösung wie der Cisco ACI hat jedoch noch weitere Vorteile für Unternehmen – besonders, wenn Hardware-Elemente verschiedener Hersteller im Netzwerk aktiv sind: Die zentrale Verwaltung und Steuerung der Hardware durch den intelligenten Network Controller vereinfacht und beschleunig die Automatisierung der Anwendungsbereitstellung – und das bei optimaler Auslastung der Netzwerkstrukturen. Dadurch werden die IT-Kosten deutlich gesenkt. Mit der Cisco ACI reduzieren sich die Netzwerkverwaltungskosten beispielsweise um bis zu 21 Prozent.

Ein kompetenter Partner an der Seite führt zum Erfolg

Die Umwandlung des herkömmlichen Netzwerks in ein Software Defined Network ist jedoch ein aufwendiger und komplexer Prozess. Die Implementierung von SDN-Lösungen und die damit einhergehende Automatisierung des IT-Netzwerks erfordern spezifische technische Fähigkeiten und Erfahrung, die nur selten in den IT-Abteilungen von Unternehmen zu finden sind. Hier ist es ratsam, sich als Unternehmen an fachkundige Experten zu wenden, die den Transformationsprozess kompetent planen sowie begleiten und stets beratend zur Seite stehen. So kann eine passende Software-Defined Networking-Lösung zuverlässig und erfolgreich eingeführt und das bestehende IT-System zu einem agilen und zukunftsfähigen Netzwerk umgebaut werden.

Jörg Jakobi

    Jörg Jakobi, Head of Network Architecture Group bei Dimension Data Germany